Der Initiator der antimuslimisch-rassistischen »Pegida«-Aufmärsche, Lutz Bachmann, ist im Berufungsverfahren wegen Beihilfe zur Volksverhetzung mit einem milderen Urteil davongekommen. Das Landgericht Dresden sprach Bachmann am Montag auch der Beihilfe zum Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Unter Einbeziehung von Vorstrafen wurde Bachmann demnach wegen verschiedener Tatvorwürfe zu Freiheitsstrafen von neun Monaten und in einem weiteren Fall zu vier Monaten verurteilt, die beide zur Bewährung ausgesetzt wurden. Angesichts des Schuldeingeständnisses und des lange zurückliegenden Tatzeitraums reduzierte das Landgericht das ursprüngliche Strafmaß. »Pegida« wurde im Oktober 2014 von Bachmann gegründet, der heute in Spanien lebt.