Dort werden schon die Kinder selbst über »Female Genital Mutilation«, kurz FGM, so der internationale Terminus für die Praxis, informiert. Derzeit engagiert sich Diallo in Berlin in den Gemeinschaften von Migranten aus afrikanischen Ländern gegen FGM. Um die Verbreitung hierzulande zu schätzen, haben die Autoren der Untersuchung die Zahl der in Deutschland lebenden Frauen aus Ländern, in denen FGM praktiziert wird, ermittelt. Um das Risiko für Mädchen zu berechnen, gingen sie in einem Szenario davon aus, dass FGM in der zweiten Generation nicht mehr praktiziert wird. Bereits seit 2013 kann FGM explizit als »schwere Körperverletzung« nach dem deutschen Strafgesetzbuch geahndet werden, auch wenn sie im Ausland vorgenommen wird.
Source: Die Welt February 09, 2017 17:03 UTC