Ein Repair Café in Hannover Foto: dpaBremen. In der wachsenden Zahl von Repair-Cafés sieht die Bremer Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Sigrid Kannengießer die Anfänge einer sozialen Bewegung. Den ehrenamtlichen Organisatoren und Teilnehmern der Treffen gehe es beim Reparieren auch um politische Ziele: »Sie wollen Müll vermeiden und Ressourcen schonen, indem sie die Nutzungsdauer von Gegenständen verlängern«, sagte Kannengießer dem Evangelischen Pressedienst (epd): »Reparieren ist hier auch ein Akt der Konsumkritik.«Die Forscherin hat die Repair-Cafés in Deutschland wissenschaftlich untersucht. Sie seien vergleichbar mit Urban-Gardening-Projekten, die auf öffentlichen Flächen Gemüse anbauen. »Auch hier geht es darum, gemeinsam im Alltag anders zu konsumieren.«An den Initiativen beteiligten sich aber sehr unterschiedliche Menschen mit entsprechend verschiedenen Interessen.
Source: Neues Deutschland August 23, 2017 06:22 UTC