Eigentlich wollte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die sich als ordnungspolitisches Gewissen der Koalition versteht, am Ölmarkt nicht eingreifen. Die Freigabe der Reserven sei für Knappheiten vorgesehen, nicht dafür, Preisausschläge zu glätten, argumentierte sie. Markteingriffe sollte es nur in Mangel- und Notzeiten geben, nicht dann, wenn die Preise aus Unsicherheit heraus verrücktspielen. Der Dreiklang sendet die Botschaft an den Markt, dass die Unsicherheit unbegründet sei und die Politik die Lage im Griff habe. Lars Klingbeil und Matthias Miersch (beide SPD) wetterten gegen die „unanständigen“ Mineralölkonzerne und forderten Reiche zum Handeln auf.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 12, 2026 07:07 UTC