Auch Boris Herrmann hat das Talent, immer sehr viel besser auszusehen als das Leid es ihm erlaubt, das er durchlebt und von dem der Solosegler aufrichtig berichtet. Wieder mal hat sich ein Tiefdruckgebiet in den Weg des vorderen Teilnehmerfeldes beim Vendée Globe Race gelegt. Boris Herrmann, aktuell auf dem neunten Rang liegend, muss einen unruhigen Tag überstehen, bevor er die Rückseite des Starkwindwirbels als Antriebsfeder für hohe Geschwindigkeiten nutzen kann. Am Kap Hoorn wurde Boris Herrmann durch Reparaturen zurückgeworfen, was schwer auf seine Gemütslage drückte. Er sei nun, sagt er am Freitag, aus einem „dunklen Loch“ gekrochen, zurück ins Licht, das mit jeder Stunde angenehmer wird, die er nach Norden segelt.
Source: Der Tagesspiegel January 09, 2021 00:39 UTC