Die Geschichte der Protestbewegung erzählt der Film mithilfe von Zeitzeugen nach. Hier aber erweist sich der Umstieg aufs Persönliche als Fehlgriff, weil die Befragten größtenteils Banalitäten von sich geben. Zu einem Gesamtbild fügen sich die auf ganz verschiedenen Ebenen liegenden Meinungen und Anekdoten nicht. Der von allen Zeitzeugen vielleicht am besten gealterte, der Yogalehrer Willem Wittstamm (natürlich im Lotussitz), überrascht immerhin mit der Stellungnahme, er habe 1968 vor allem als All-you-need-is-love-Experiment wahrgenommen. Dass die alten Gegensätze mithin erhalten geblieben sind.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 26, 2018 18:45 UTC