Dennoch zeige der Vorgang, dass die Bundesregierung nach wie vor zu leichtfertig mit der kritischen Infrastruktur des Landes umgehe, so Kellner im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. „Die nationale Sicherheit steht mehr denn je auf dem Spiel“, heißt es in dem Antrag, dessen Entwurf der SZ vorliegt. In einer Zeit, da Energieimporte als geopolitische Waffe dienten, sei eine Übernahme wie die von Tanquid durch Sunoco ein „strategisches Risiko“. Es sei unabdingbar, technologische Schlüsselbereiche und alle relevanten Teile der kritischen Infrastruktur „in europäischer Hand zu behalten, um Sicherheitsinteressen proaktiv zu schützen, statt nur reaktiv Krisenmanagement zu betreiben“. Zudem müsse im Bereich der kritischen Infrastruktur die Frage der Versorgungssicherheit Vorrang vor dem Prinzip des freien Außenwirtschaftsverkehrs erhalten.
Source: Suddeutsche Zeitung April 12, 2026 14:46 UTC