Die bekommt so die Mehrheit der Sitze im Parlament und ihr Spitzenkandidat wird vom Präsidenten mit der Bildung der Regierung beauftragt. Doch diesmal ist alles ganz anders, weil die beiden großen Parteien, die Republikaner und die Sozialisten, die die Rechte sowie die Linke repräsentieren und Frankreich seit sechs Jahrzehnten im Wechsel regiert haben, beide mit ihrem Spitzenkandidaten bei der Präsidentschaftswahl gescheitert sind. Dann aber muss der neue Präsident eine Koalition aus verschiedenen Parteien bilden, was es in Frankreich seit Bildung der 5. Vor allem vertritt er Frankreich im Ausland, und die Außen- und die Verteidigungspolitik sind seine ausschließliche Domäne. Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte kann der Präsident Auslandseinsätze allein anordnen, auch wenn er sich nachträglich die Zustimmung des Parlaments einholen muss.
Source: Neues Deutschland May 07, 2017 16:07 UTC