Foto: dpa/Yorgos KarahalisAus den Prognosen der Gläubiger Griechenlands ist bisher nichts geworden: Der Aufschwung steht weiter aus. Der ehemalige SYRIZA-Finanzminister Yanis Varoufakis kritisierte Anfang Februar in der BBC, dass die von den Gläubigern durchgesetzten makroökonomischen Reformen die wirklich nötigen Veränderungen im griechischen System sogar verhindert haben. Die Rechte von Arbeitern und Gewerkschaften wurden beschnitten, der Mindestlohn auf 3,35 Euro pro Stunde gesenkt, die Dauer und Wirkung von Tarifverträgen erheblich eingeschränkt. Viele gut ausgebildete junge Menschen wandern aus, denn die Arbeitslosigkeit unter den bis 24-Jährigen beträgt immer noch 46 Prozent, bei den bis 34-Jährigen 30 Prozent. Darum ist anzunehmen, dass die von den Gläubigern verlangten Änderungen nicht mehr Geld in die Staatskassen bringen, sondern eher eine Parallelökonomie am Fiskus vorbei fördern werden.
Source: Neues Deutschland February 19, 2017 14:19 UTC