Für den, der sie vergibt, ebenso wie für den, der sie bekommt. Natürlich setzt die Ungerechtigkeit, die darin liegt, den einen auszuzeichnen und den anderen nicht, sofort Emotionen frei: Warum dieser und nicht der? Die Berlinale mit über 400 gezeigten Filmen, achtzehn davon im Wettbewerb, macht da jedes Jahr aufs Neue keine Ausnahme. Festivaldirektor Dieter Kosslick spricht davon, »die Welt mit Poesie retten« zu wollen. Ein illusionärer Anspruch, gewiss, doch vielleicht ein notwendiger für die Kunst.
Source: Neues Deutschland February 19, 2017 20:30 UTC