Am vergangenen Freitag hatte Tillerson in Südkorea erklärt, Washington halte sich, was sein Verhältnis zu Nordkorea und dessen politischer Führung betrifft, alle Optionen offen. Andererseits hatte er signalisiert, Kim persönlich treffen und mit ihm »über einem Hamburger« Tacheles reden zu wollen. Pikant ist bei allen martialischen Gesten dies- wie jenseits der koreanischen Halbinsel, dass man bereits vor knapp einem Vierteljahrhundert wesentlich weiter war als heute. Dieses hatte im Gegenzug für Nordkoreas Einstellung seines Nuklearprogramms nebst finanziellen und technischen Hilfen seitens Japans und Südkoreas u. a. US-amerikanische Erdöllieferungen und die Einrichtung jeweiliger Liaisonbüros in den Hauptstädten vorgesehen. Die gipfelte darin, Anfang 2002 Nordkorea zusammen mit Iran und Irak als »Achse des Bösen« zu brandmarken.
Source: Die Welt March 19, 2017 17:08 UTC