Die Reklamestrategie der Kuratoren des heute in der Hauptstadt beginnenden dreitägigen Festivals »Pop-Kultur« ist ebenso ausgefuchst wie durchschaubar. Seit Tagen prangen an Wänden und Bauzäunen in der Berliner Innenstadt große Plakate, die für die zahlreichen Konzerte und Performances des Festivals werben sollen. Allerdings sind auf keinem der Plakate die auftretenden Künstlerinnen und Künstler abgebildet, stattdessen sind Fotos zu sehen, die possierliche Kätzchen und Hundewelpen zeigen. Erst vor Kurzem erschien sein neues Album, über das es vor einiger Zeit in dieser Zeitung hieß, es enthalte »fröhlich-aufgekratzten Rummelplatz-Pop«. Für Freitagabend plant Dorau offenbar etwas Besonderes: »In einem einzigartigen Experiment«, so schreiben die Veranstalter des Festivals, »präsentieren Andreas Dorau und Gäste 20 eigens komponierte Refrains in 40 Minuten«.
Source: Neues Deutschland August 22, 2017 16:30 UTC