Rolf Rick/dpa Trauer nach dem Feuermord in Lübeck (18.1.1996)Werden in Deutschland Migranten bei Anschlägen getötet, sind Ungereimtheiten in den Ermittlungen beinahe üblich. Diese deckten dem Beschuldigten in einer von der Initiative »Hafenstraße ’96« dokumentierten Stellungnahme den Rücken: »Nicht genug, dass wir zehn Menschen aus unserer Mitte verloren haben. »Dass man mit Safwan E. den Falschen angeklagt hatte, ist angesichts zweier Freisprüche erwiesen.«Das behördliche Vorgehen entsprach bekannten Mustern. »Wir wissen, dass der Staat überall mitmischt«, sagte Amanda C. von der Initiative »Hafenstraße ’96« am Mittwoch gegenüber jW. »Auch wenn der Brandanschlag in Lübeck juristisch nicht als rassistischer Brandanschlag anerkannt ist, ist für uns klar, dass es einer war.« Die Neonazis, »das sind für uns die Täter«.
Source: Junge Welt January 17, 2026 00:32 UTC