In einem Berliner Café rauschten sieben Unternehmensvertreter aus Start-ups, Mittelstand und Milliardenkonzernen am Montagmittag durch das Protokoll und gründeten die Stiftung Verantwortungseigentum. Ideengeber der Stiftung Verantwortungseigentum sind vier junge Ökonomen, zur Gründung haben sie bereits 32 Unternehmen zusammengebracht, darunter beispielsweise die Handelskette Globus, der Bio-Produzent Alnatura, die GLS Gemeinschaftsbank und der Kondomhersteller Einhorn. Für kleinere Mittelständler oder Start-ups aber sei dieser Weg „prohibitiv teuer“, erklärt Armin Steuernagel, einer der vier Initiatoren der Stiftung. Unternehmer Eduard Appelhans sieht die Gesellschaftsform des Verantwortungseigentum als einzige Möglichkeit für viele Unternehmen, um erhalten zu bleiben. „Im Bereich des unteren Mittelstands in Deutschland gibt es abertausende ungeklärte Nachfolgen“, sagt der Chef von Sorpetaler Fensterbau, eines der Gründungsmitglieder der Stiftung Verantwortungseigentum.
Source: Handelsblatt November 26, 2019 05:26 UTC