Wenn ein Verkäufer von Flüssiggas (LNG) Tankerladungen nach Indien verkauft hat, aber woanders deutlich mehr Geld damit verdienen kann, ist es für ihn offenbar eine gute Sache, wenn man passende Vertragsklauseln eingebaut sind. Denn eine ehemalige Einheit von Gazprom zahlt laut Bloomberg nach Angaben eines Regierungsbeamten in Indien nur eine geringe Strafe für die Streichung geplanter Flüssiggaslieferungen nach Indien. Dieser Schritt ist das jüngste Beispiel dafür, dass Energielieferanten von Kündigungsklauseln in langfristigen Verträgen Gebrauch machen, um Lieferungen auf dem lukrativeren Spotmarkt zu verkaufen. Der Vertrag mit GAIL sieht vor, dass SEFE eine Lieferung gegen eine Vertragsstrafe stornieren kann, sagte der indische Beamte. Indien ist der drittgrößte Energieverbraucher der Welt und deckt etwa die Hälfte seines Gasbedarfs durch Importe.
Source: Die Welt September 14, 2022 07:32 UTC