Diese sogenannten Ortskräfte seien „über die Jahre für uns zu Partnern, Freunden, ich möchte sagen: zu Kameraden geworden“. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe doch erklärt, es sei eine „tiefe Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, diese Menschen jetzt, wo wir das Land endgültig verlassen, nicht schutzlos zurückzulassen“. Dem Schreiben hat der Soldat den Lebenslauf seines afghanischen Helfers beigelegt und die Bestätigung eines Unternehmens, das ihm in Deutschland Arbeit geben will. Der Brief schließt mit der inständigen Bitte, „sich für den Schutz und die Hilfe unserer afghanischen Kameraden einzusetzen“, und mit der Erinnerung an einen militärischen Grundsatz: „Keiner bleibt zurück“. Zahllose solcher Briefe erreichen dieser Tage Abgeordnete und auch das Verteidigungsministerium.
Source: Die Welt July 11, 2021 05:15 UTC