„Reporter ohne Grenzen“ wirft der Bundesregierung ein unkoordiniertes und intransparentes Vorgehen bei der Rettung afghanischer Medienschaffender vor. „Dabei ist bekannt, dass immer noch Medienschaffende verzweifelt versuchen, das Land zu verlassen“, sagte Mihr. Nach Informationen von „Reporter ohne Grenzen“ wurde aber bisher nur eine Journalistin von der Liste von der Bundeswehr aus Kabul ausgeflogen. 20 von der Organisation gelistete Journalisten und Journalisten warteten aktuell in Drittländern auf ihre Aufnahme in Deutschland, zehn seien auf dem Weg in die Bundesrepublik. Besonders dramatisch sei die Lage in den Provinzen, wo Medienschaffende noch massiver als in Kabul bedroht, geschlagen und auch gefoltert würden.
Source: Der Tagesspiegel September 15, 2021 13:41 UTC