Die Eröffnung der Ausstellung „John Heartfield – Fotografie plus Dynamit“ in der Berliner Akademie der Künste, ursprünglich geplant für den 21. Heartfield war leidenschaftlicher Sammler, Arrangeur, Verwerter und Wiederverwerter; er wählte aus, verschob, schnitt herum und spitzte zu. Heartfield war in den frühen Jahren, als er auch mit Erwin Piscator fürs Theater zusammenarbeitete, seine eigene Botschaft. John Heartfield wird „verräterischer Verbindungen“ zu westlichen Geheimdiensten verdächtigt. Er darf ein paar Bühnenbilder gestalten, die großenteils nicht ankommen, obwohl Brecht solidarisch bleibt; die Deutsche Akademie der Künste der DDR verweigert ihm die Aufnahme.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 05, 2020 18:00 UTC