Weil nur ein „Anwalt seines Glaubens“ seine Interessen vor Gericht vertreten könne, fordert der mutmaßliche Attentäter von Stockholm, dass sein Pflichtverteidiger ersetzt wird. Wie aus einem von der Nachrichtenagentur AFP am Montag eingesehenen Gerichtsdokument hervorgeht, bat der 39-jährige Rachmat A. den ihm zugewiesenen Verteidiger Johan Eriksson, sein Mandat niederzulegen. Der Richter lehnte das Ansinnen jedoch in einer AFP ebenfalls vorliegenden schriftlichen Entscheidung wegen nicht ausreichender Gründe ab. A. ist für Dienstag um 10.00 Uhr zu einem Haftprüfungstermin vor einem Untersuchungsrichter einbestellt. Er soll Anhänger dschihadistischer Gruppen sein und wird verdächtigt, am Freitag mit einem gestohlenen Lkw durch eine Einkaufsstraße in der Stockholmer Innenstadt gerast und dann in das Kaufhaus „Ahlens“ gekracht zu sein.
Source: Die Welt April 10, 2017 19:41 UTC