Jahresberichte der Nationalen Antidoping-Agentur NADA waren in den vergangenen Jahren nicht immer die spannendsten ihrer Art. Die Eindrücke der »Operation Aderlass« rund um den Erfurter Dopingarzt Mark S. sind noch sehr frisch und bestimmen derzeit die Arbeit der NADA. Auch ihr sonst betont sachlicher Vorstandskollege Lars Mortsiefer bezeichnete die gewonnenen Erkenntnisse über mindestens 21 dopende Sportler als »sehr schlimm«. Dies sei übrigens nicht auf die Aussagen des beschuldigten Arztes zurückzuführen, sondern auf an die NADA herangetragene Hinweise eines Whistleblowers. Hauptgründe für den ansonsten viel winzigen Anteil positiver Proben sind das relativ dichte Kontrollnetz in Deutschland sowie die geringe Zahl dopender Sportler hierzulande.
Source: Neues Deutschland June 04, 2019 14:03 UTC