Nicht nur der hohe Zulauf an Flüchtlingen, den die Deutschkurse der Bundesagentur für Arbeit im Herbst 2015 hatten, trieb die Kosten in die Höhe. Schwere Vorwürfe gegen die Bundesagentur für Arbeit: Der Bundesrechnungshof beschuldigt Deutschlands größte Behörde, durch mangelnde Vorgaben für Bildungsträger und fehlende Kontrollen Millionenbeträge mit Sprachkursen für Flüchtlinge verschwendet zu haben. Folgen:Zusätzliche Brisanz gewinnt das Thema durch den Umstand, dass die Arbeitsagentur gar nicht für Sprachkurse von Flüchtlingen zuständig ist, sondern das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Nachfrage war riesig: Rund 220000 Flüchtlinge wurden für die Sprachkurse angemeldet, mehr als doppelt so viel wie erwartet. Die Arbeitsagentur müsse solche Fälle „lückenlos aufklären, die strafrechtliche Relevanz prüfen und Rückforderungen gezahlter Beiträge einleiten“, heißt es im Bericht.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 28, 2017 19:18 UTC