Die Arbeitslosenversicherung würde mit dem derzeitigen Beitragssatz von 3 Prozent des Bruttolohns spätestens von 2019 an jedes Jahr Überschüsse von mindestens 7 Milliarden Euro erzielen. Schon in diesem Jahr wird sie ein Plus von mehr als 5 Milliarden Euro einfahren – obwohl weitere 2 Milliarden Euro außerplanmäßig in die Vorsorge für Beamtenpensionen fließen sollen. Das zeigt die jüngste Finanzprojektion der Bundesagentur für Arbeit, die der F.A.Z. Die Zahlen liefern neuen Stoff für die laufende Auseinandersetzung über Entlastungen der Beitragszahler. Neben dieser Entlastung, die einen Umfang von gut 3,5 Milliarden Euro im Jahr hätte, will Heil über die Bundesagentur mehr Geld für eine „Weiterbildungsoffensive“ ausgeben.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 09, 2018 12:42 UTC