Und auch, dass sich die blutige Tat am Schwarzwaldrand statt tief im Osten ereignet hat, klingt nicht so recht nach sächsischem Wutbürger. Dann aber schnarrt ein Sprecher im besten Pegida-Duktus, „die Systempresse heult vor Wut, doch wahre Patrioten triumphieren“, und man wähnt sich kurz im Sachsen der Gegenwart. Die Quintessenz aus 400 Minuten lautet nämlich: Nach dem Krieg war vor dem Krieg. Darüber hinaus aber ist „Krieg der Träume“ die unterhaltsamste Lehrstunde des Historytainments seit Langem. Geburtstag von Walther Rathenau Die Zerrissenheit eines Zeitalters„Krieg der Träume“, Arte, Dienstag, um 20 Uhr 15
Source: Der Tagesspiegel September 10, 2018 15:22 UTC