Nahezu täglich twittert dort der Stern Betelgeuse, der im Deutschen aufgrund eines historischen Schreibfehlers Beteigeuze heißt. Das ist insofern erwähnenswert, als der riesige Stern, ein roter Überriese mit 700-fachem Sonnendurchmesser, in den vergangenen Monaten beträchtlich an Helligkeit verloren hatte. Himmelskundler nehmen an, dass der zum gigantischen Gasball aufgeplusterte Stern ähnlich wabert wie eine Dunstwolke, die von innen erhitzt wird. Dafür spricht auch, dass Beteigeuze während seiner Verdunkelung kaum kühler wurde, was man aus seinem Lichtspektrum ablesen kann. Bis dahin ist Beteigeuze ein Lehrbeispiel, an dem Astrophysiker studieren, wie ein Stern dieser Größe sein Dasein beendet.
Source: Suddeutsche Zeitung April 25, 2020 11:37 UTC