Möglich ist, dass es sich um einen Vorboten der sogenannten Leoniden handelte, einem Meteorschwarm, der jedes Jahr um diese Zeit im Anflug ist. Der Brocken, der in die Atmosphäre eindrang und darin verglühte, war Berechnungen zufolge etwas kleiner als ein Fußball. Tatsächlich kommen sie aber aus der unmittelbaren Umgebung der Erde: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich im November eine Wolke winziger Partikeln, die der Komet „55P/Temple-Tuttle“ auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückgelassen hat.Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 33 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikeln in die Erdatmosphäre ein. Im November 1799 wurde Alexander von Humboldt in Venezuela ebenfalls Zeuge eines prächtigen Sternschnuppenschwarms, der den ganzen Nachthimmel erhellte. Im Jahr 1998 erreichte der Komet auf seiner Bahn zum letzten Mal den sonnennächsten Punkt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 16, 2017 19:18 UTC