Einen Tag, nachdem der G20-Gipfel in Hamburg beendet war, rückten Hunderte Hamburger mit Besen, Eimern und Schubkarren in ihr Schanzenviertel vor, um Hinterlassenschaften aufzuräumen. Derweil stritt die Politik weiter über die Bilanz des Treffens unter der deutschen Präsidentschaft. Die G20 setzten weiter auf ungerechte Welthandelsregeln und die Privatisierung öffentlicher Infrastruktur. Man habe es mit »skrupellosen Gewalttaten von Kriminellen« zu tun gehabt, die man nicht vorhergesehen habe, versuchte Hamburgs Innenminister Andy Grote (SPD) zu erklären. Das Fazit von UN-Generalsekretär Guterres zu G20 ist ernüchternd: Der Gipfel solle nicht als einer der »Problemlösung« gesehen werden, sondern als »Bestandsaufnahme bestehender Probleme«.
Source: Neues Deutschland July 09, 2017 19:30 UTC