„Modern“ und „Liebe“, ein hübscher Widerspruch, weil Glück und Herzschmerz im Weltenlauf wohl konstante Größen bleiben, trotz aller gesellschaftlicher Dynamik. Von Liebe und Sehnsucht in modernen Zeiten erzählen Danica Barboza und Mohamed Bourouissa im Schinkel Pavillon, und man kann es zeittypisch finden, dass hier kein Ausstellungsduett stattfindet. Der französisch-algerische Künstler Bourouissa zeigt einen Filmessay im Untergeschoss des Kunstvereins, die New Yorkerin Barboza gibt sich oben im Oktagon ihrer Sehnsucht nach David Bowie hin. Traummann aus dem JenseitsDafür schwimmt eine Silikon-Nachbildung von David Bowies Haupt kopfüber durch ein achteckig an den Pavillon angepasstes Wasserbassin. Bevor uns die Antwort einfällt, lassen wir uns von David Bowies Album „Let's Dance“ inspirieren und gehen Tanzen.
Source: Der Tagesspiegel February 19, 2020 12:56 UTC