Ein kleines Mädchen beugt sich von der Brücke herab zum Wasser des Festungsgrabens, ein Junge droht ihm von oben mit einem Stock. Wie ein Gruß nach ParisDie Ausstellung mit Berlin-Bildern aus drei Jahrhunderten, die das Stadtmuseum Berlin im Ephraim-Palais zeigt, ist eine Zeitreise und ein Raumpuzzle. Vostell gießt sie in Beton, den er auf ein Foto vom Brandenburger Tor streicht, Fetting färbt sie himmelblau. Die Ausstellung beginnt im dritten Obergeschoss und führt stufenweise nach unten, von Gaertners Friedrichwerderschen Panoramen zu Karl Hofers „Ruinennacht“ von 1947 und Albrecht Gehses „Tränenpalast“ von 2004. Der Blick aus dem Fenster in eine feindliche Welt, den der „entartete“ Willy Robert Huth 1938 gemalt hat.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 13, 2018 22:00 UTC