Doch sollte dies ihre Absicht gewesen sein, wird sie überlagert von einer Totalität der Zerstörung, die von Kriegsschauplätzen in aller Welt in den Ausstellungsraum einströmt. Ging es dort oft um Genderthemen, Identitätspolitik, Postkolonialismus oder Netzkultur, hat in diesem Jahr eine brutale weltpolitische Realität das Festival eingeholt. Es ist der Sound einer multipolaren Welt, der sich in den Ausstellungsräumen ohne Schallschutz überlagert und übertönt. Da werden sogar Lippenstifte zu Kriegsgütern, wie in der Installation der Rumänin Ioana Vreme Moser. Lippenstift-Installation von Ioana Vreme Moser Foto: Udo SiegfriedtDoch es sind nicht nur Kriege, die uns im Safe Space des Kunstraums glücklicherweise bisher nur als die Echos des Ausstellungstitels erreichen.
Source: Die Welt January 26, 2026 08:42 UTC