Den verbliebenen Hoffnung verpasste Mario Draghi auf der anschließenden Pressekonferenz einen ungewöhnlich deutlichen Watschen. Mit dem massenweisen Aufkauf von Staatsanleihen – so der Plan der Währungshüter – sinkt die Rendite und damit die Attraktivität dieser Papiere für Geschäftsbanken. Die EZB hatte das Kaufprogramm schon auf Schuldscheine für Unternehmen ausgeweitet, weil ihr die Staatsanleihen, die den formalen Ansprüchen genügen, ausgehen. So herrschte auf beiden Seiten des Atlantiks Abwertungsdruck, dem sich der Greenback mehr beugte als die Gemeinschaftswährung. Mit der Absage der obersten Zentralbanker nahm der Druck auf den Dollar zu.
Source: Handelsblatt September 08, 2016 07:09 UTC