Die deutsche Finanzaufsicht springt dem Dax-Konzern Wirecard im Kampf gegen Spekulanten zur Seite und verbietet für zwei Monate Leerverkäufe von Aktien des Dax-Neulings. AnzeigeDie Finanzaufsicht BaFin greift nach den jüngsten Kursturbulenzen bei Wirecard zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Die Behörde sprach ein Leerverkaufsverbot in Aktien des Zahlungsabwicklers aus. Der durch negative Presseberichte ausgelöste Kurseinbruch der Wirecard-Aktie in Höhe von 40 Prozent habe zu einer „ernstzunehmenden Bedrohung für die Finanzstabilität“ in Deutschland geführt. Auslöser der jüngsten Verkaufswelle bei Wirecard sind Berichte der „Financial Times“ („FT“) über mögliche Bilanzmanipulationen in der Wirecard-Niederlassung in Singapur. Schon in der Vergangenheit gab es wiederholt Vorwürfe gegen Wirecard, denen Aktienkurseinbrüche und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Marktmanipulation folgten.
Source: Die Welt February 18, 2019 10:07 UTC