Claus Weselsky, Vorsitzender der Lokführergewerkschaft GDL, ist seit einer Woche nicht mehr aufgefallen mit Attacken auf die „Nieten in Nadelstreifen“ im Bahn-Tower am Potsdamer Platz. Und dieses Mal ist es besonders schwierig, weil die GDL- Mitglieder insgesamt neun Tage gestreikt haben; mit jedem Streiktag steigen die Erwartungen der Streikenden. Er will – ebenso wie im EVG-Tarif – der GDL 1,5 Prozent zum 1.1.2022 zahlen und dann weitere 1,7 Prozent zum 1.3.2023. Mit Folgen für Weselsky: Er muss deutlich über Platzeck abschließen, sonst steht er nackt vor den eigenen Leuten. Der Personalchef hätte wieder Frieden im Haus und Weselsky könnte für sich beanspruchen, den Untergang der kleinen GDL im Kampf verhindert zu haben.
Source: Der Tagesspiegel September 15, 2021 15:45 UTC