Eine bessere Unterstützung als die Korruptionsaffäre beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) kann sich die rechtspopulistische Alternative für Deutschland eigentlich gar nicht wünschen. Bewiesen ist noch nichts, aber sollte sich der Verdacht gegen sie und ihre drei Komplizen, Rechtsanwälte aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erhärten, handelt es sich um einen echten Skandal. Die Reaktion von Bundesinnenminister Horst Seehofer ist aber, vorsichtig formuliert, ungeschickt. Das zeigt auch der Umgang der Politik mit dem antisemitischen Angriff auf einen jungen Israeli am Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg. Der Entwicklungshilfeminister hat am Wochenende bei seinem Besuch im Irak mit der Regierung in Bagdad eine Zusammenarbeit bei der Rückkehr und der Reintegration von 10 000 Flüchtlingen vereinbart.
Source: Der Tagesspiegel April 22, 2018 16:30 UTC