Barbara Alberts Frauenporträt „Licht“ liefert jetzt eine historische und in aller erzählerischen Unaufgeregtheit auch radikale Variation des Themas. Und sie entscheidet sich, als sie in „Licht“ die Wahl zwischen Heilung und Virtuosentum hat, für die Kunst, für die Strahlkraft ihrer Musik. Sonst wird „eine, die nicht sehen kann, auch nicht gesehen“. Eine Regisseurin wie Barbara Albert erliegt natürlich nicht der Versuchung, die Geschichte in Rokoko-Rüschen zu ertränken. Sie erzählt Resis Emanzipationsgeschichte innig und diskret, unparfümiert und ohne Effekthascherei, nutzt aber durchaus die Schauwerte, die die Kostüme und historischen Settings bieten.
Source: Der Tagesspiegel February 01, 2018 09:11 UTC