In der Summe legten die operativen Gewinne der führenden zehn Chemiekonzerne Europas nach Berechnung des Handelsblatts in den ersten neuen Monaten immerhin um fünf Prozent zu, während die Umsätze um den gleichen Prozentsatz schrumpften. Die Krise im operativen Geschäft, die Lanxess vor drei Jahren heftig zurück warf, hat Firmenchef Matthias Zachert damit endgültig überwunden. Die Chemiesparten des Ludwigshafener Konzerns steigerten ihre Erträge in der Summe dagegen noch um rund sieben Prozent – bei acht Prozent Umsatzrückgang. Einzige Verlierer unter den Top-10 sind die Spezialchemiehersteller Wacker und Evonik, mit 35 und 18 Prozent Rückgang beim operativen Gewinn. Sie wurden dabei allerdings zum Teil von Sondereffekten getroffen, Wacker hatte im Vorjahr hohe Schadensersatzleistungen vereinnahmt, Evonik profitierte 2015 von einer Sonderkonjunktur im Geschäft mit Aminosäuren, die im laufenden Jahr wieder abflachte.
Source: Handelsblatt November 11, 2016 17:43 UTC