Für die Bayer AG hat nun auch der zweite Prozess um eine möglich Krebsgefahr durch das Unkrautmittel Glyphosat mit einer Niederlage geendet. Sie sehen eine mögliche Krebsgefahr durch Glyphosat und zeigen sich überzeugt, dass Monsanto bewusst nicht vor dieser Gefahr gewarnt hat. Bayer hingegen kann mit dem Fokus auf wissenschaftliche Erkenntnisse über die Unbedenklichkeit von Glyphosat vor kalifornischen Jurys nicht punkten, die als sehr klägerfreundlich gelten. Klar ist, dass Bayer von seiner fakten- und wissenschaftsbasierten Verteidigungslinie auch in den nächsten Prozessen nicht abweichen will und kann. Vor allem im Berufungsverfahren braucht Bayer ein Erfolgserlebnis, das den Konzern in eine bessere Position für ein dann mögliches außergerichtliches Settlement bringt.
Source: Handelsblatt March 28, 2019 13:18 UTC