Der ehemalige SPD-Chef und Präsident der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), Kurt Beck, hält Pläne zur Einrichtung von Auffanglagern für Flüchtlinge in Ägypten und den Maghreb-Staaten für unrealistisch. Stattdessen müsse man die Probleme der nordafrikanischen Staaten sehen und dürfe „keine Flüchtlingspolitik nach dem Motto ’Hauptsache weit weg von uns’ betreiben“. Mehr zum ThemaIn dem angekündigten Ende der Repressalien gegen politische Stiftungen in Ägypten sieht Beck einen „wichtigen Fortschritt“. Das kann nur helfen, Brücken zu bauen.“ Aktuell sei die Zusammenarbeit - die FES ist derzeit die einzige deutsche Stiftung mit Büro in Kairo - noch schwierig, so Beck. „Die Regierung begegnet uns ablehnend, ja ängstlich.“ Angela Merkels Versuch, bei ihrem Besuch in Ägypten bessere Beziehungen zu dem Land aufzubauen, sei daher richtig.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 03, 2017 04:51 UTC