Ein Denkmal in der Mitte Berlins soll rund 80 Jahre nach der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges an die polnischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft zwischen 1939 und 1945 erinnern. Es gebe kaum eine polnische Familie, die nicht von der Besatzungsherrschaft betroffen war, heißt es in ihrem an den neuen Bundestag gerichteten Aufruf. Das 1972 von der DDR im Volkspark Friedrichshain errichtete „Denkmal des polnischen Soldaten und des deutschen Antifaschisten“ sei nicht geeignet, an das Leiden der polnischen Zivilbevölkerung zu erinnern. …schreibt NutzerIn aladin1Thierse wies darauf hin, dass auch der Errichtung des ebenfalls von der Zivilgesellschaft vorgeschlagenen Holocaust- Denkmals eine lange Debatte vorangegangen war. „Mit dem Gedenken an der Ostgrenze Polens aufzuhören ist nicht angebracht“, sagte auch der frühere Direktor des Deutsch-Russischen Museums, Peter Jahn.
Source: Der Tagesspiegel November 16, 2017 07:30 UTC