Zum Beispiel, als er schuhlos und auf weichem Boden im Gebetsraum der Ibn Rushd-Goethe Moschee in Moabit steht und sich angeregt mit der Mitgründerin und Frauenrechtlerin Seyran Ates unterhält. Vielleicht liegt das auch an der Wirkung des mittäglichen Freitagsgebets, an dem Müller zuvor demonstrativ teilgenommen hat. In der Moschee können Männer und Frauen gemeinsam und ohne strenge Kleidervorschriften beten, die Gemeinde steht auch schwulen, lesbischen und Transgender-Menschen offen. Dennoch lädt die Rechtsanwältin Ates die Verbände zur Zusammenarbeit ein: „Einladung, nicht Ausgrenzung“, sei das Motto der Moschee. Von der Politik wünscht sich Ates noch mehr Unterstützung, was man hier mache, sei schließlich ein „Politikum und wichtiges Stück Integrationsarbeit“.
Source: Der Tagesspiegel September 29, 2017 18:00 UTC