Berliner Lyrik: Sprachliches Tingeltangel - News Summed Up

Berliner Lyrik: Sprachliches Tingeltangel


Zum Frühlingsanfang gab’s gerade wieder den „Welttag der Poesie“, ihn hat die Unesco zu Beginn dieses Jahrtausends kreiert. Und weil wir so mittenmang in den nervigen Gendersprachdebatten sind, könnte ein unprosaischer Blickwechsel vielleicht entspannen. Im Gedicht nämlich kann der Mond auch weiblich und die Sonne männlich leuchten, es gibt da nie den Eindeutigkeitsschein des poetisch oder politisch Korrekten. Ausdrücklich beweist dies mit ihrem jüngsten, schlanken, dennoch reichhaltigen Gedichtband Uljana Wolf: „Meine schönste Lengevitch“, erschienen in der auch sonst höchst empfehlenswerten Lyrikreihe des Berliner Verlags Kookbooks (86 Seiten, 19, 90 Euro). Das zugehörige, halb titelgebenden Gedicht heißt „Doppelgeherrede“: „ich ging ins tingeltangel, lengevitch angeln.


Source: Der Tagesspiegel March 27, 2019 10:52 UTC



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