„La terra è liberata“ (Das Land ist befreit) heißt eine frühe Kantate, mit der er seinen Einstand bei Hofe gab. Die traurige Liebesgeschichte zwischen Apollo und Daphne, die sich vor den Nachstellungen des Gottes in einen Lorbeerbaum verwandelt, macht die temperamentvolle Emmanuelle Haïm am Pult der Berliner Philharmoniker fesselnd lebendig. Da sprüht alles vor virtuoser Spiellust. Die wirkt besonders skurril in der ehrwürdig gesetzten „Chaconne“, die gleichzeitig zum „Dance for a chinese man and woman“ deklariert wird. Im „Song of a chinese woman“ bejubelt Lucy Crowe mit zwitschernder Leichtigkeit die Freiheit.
Source: Der Tagesspiegel October 19, 2019 15:45 UTC