Jahrhundert, so durch Forstleute wie Heinrich von Cotta, der im Tharandter Wald bei Dresden unter Eichen ruht. Nicht weniger als 16 deutsche Geschlechter betreiben Urnenwälder, darunter die Hohenzollern, die Prinzen von Sachsen und Hessen, das Fürstenhaus Bismarck. Allein das Verbringen der Urnen mit der Totenasche im Wurzelgeflecht zerstöre das Bodenprofil, womit seltene Pilzarten »unwiederbringlich verloren« gingen. Nicht minder kritisch sehen Umweltexperten den Ascheeintrag selbst, da sich die Urnen mit der Zeit selbst auflösen. Damit, so Morgenroth, erhalte ihre Asche auch die darin enthaltenen Stoffe sowie womöglich Schwermetalle aus Ofenbeschichtungen wie Chrom, Nickel, teils Kadmium.
Source: Neues Deutschland November 19, 2017 15:45 UTC