Es war noch leer auf der Tribüne für die Pressekonferenz, als Erster war er ins Zelt gekommen, und nun wollte er darüber referieren, wie er auf der Schlussrunde doch noch eingeholt worden war von seinem Konkurrenten aus Schweden. Und doch war es eine Szene, die ziemlich deutlich machte: Diese Silbermedaille des Sebastian Samuelsson war eine sehr ungewöhnliche. "Ich gucke immer wieder auf den Monitor und die Ergebnisliste", sagte Samuelsson nach seinem Erfolg, fast erschrocken war er über die Ziellinie gehuscht. Und als er vor drei Jahren nach einem Abstecher zu den Russen wieder in Schweden anheuerte, traf er auf diesen flinken 17-Jährigen. "Wir haben gewusst, dass er ein Talent ist, und ihn deshalb schon so jung in die Nationalmannschaft genommen", sagt Pichler, "der war schon richtig gut, er hat im Sprint die drittbeste Zeit gehabt."
Source: Suddeutsche Zeitung February 14, 2018 01:41 UTC