Trotz massiver Proteste wurden auch am Mittwoch einige Wälder in Brandenburg von Hubschraubern aus mit dem Insektengift „Karate Forst flüssig“ besprüht. Der Landesbetrieb Forst will damit – wie berichtet – die Raupen des Nonnen-Schmetterlings bekämpfen, die vor wenigen Tagen geschlüpft und in die Gipfel der Kiefern gewandert sind. „Wir brauchen Rechtssicherheit, können die Proteste und Sorgen der Menschen ja durchaus auch verstehen“, sagte Hubertus Kraut. Allerdings befürchtet auch der Waldbesitzerverband ein Verschwinden ganzer Wälder und begrüßt deshalb die Sprüh-Aktion auf insgesamt 7300 Hektar Wald in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. „Wir können Beispiele anführen, wo sich der Wald nach dem Befall durch die Nonne von ganz allein wieder erholt hat“, sagt er.
Source: Der Tagesspiegel May 08, 2019 17:15 UTC