Brandners Fraktion sieht sich als Opfer - und belegt damit nur, dass sie kaum mehr ist als eine Partei der Ressentiments und Affekte. Nach der Abwahl des bisherigen Rechtsausschuss-Vorsitzenden Stephan Brandner empört sich seine Fraktionsspitze gemeinsam mit dem auch nach der Abwahl noch unkontrollierten Juristen aus Thüringen. Unterstützt wird er von seinen Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland, die mit ihrer Reaktion demonstrieren, dass auch sie nichts verstanden haben. Aber was daran undemokratisch sein soll, wie die AfD behauptet, lässt sich nicht erkennen - im Gegenteil, die Parlamentarier haben konsequent ihre Rechte wahrgenommen. Aber das hilft ihr nicht, wenn sie - wie ihre Köpfe gern behaupten - mehr sein will als eine Partei der Ressentiments.
Source: Suddeutsche Zeitung November 13, 2019 11:46 UTC