Vor einem halben Jahrhundert kämpfte Edward Heath, der damalige Premierminister, verzweifelt darum, das Narrativ einer ewig währenden britischen Überlegenheit und Einzigartigkeit in moderatere Bahnen zu lenken. Das britische Volk konnte er trotz seiner engagierten Bemühungen nicht voll von der Sinnhaftigkeit des EU-Beitritts überzeugen. Versunken in britischen FernsehserienDieses monotone Erzählmuster der ewig währenden britischen Überlegenheit wurde von einer Generation zur nächsten geschickt durch einen ständigen Strom von mehrteiligen Fernsehdramen ergänzt. Der Brexit ist auch eine FamiliengeschichteZwei Männer verkörpern diese ganze grotesk-grandiose Denkweise am besten – Jacob Rees-Mogg und Boris Johnson. Das britische Volk wird, sobald das Vereinigte Königreich die EU verlassen hat, wieder auf sich allein gestellt sein.
Source: Handelsblatt January 10, 2019 17:35 UTC