Für eine Lobeshymne auf den Roman "In Swanns Welt", den 1913 erschienenen ersten Teil von Prousts Hauptwerk "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", zahlte der wohlhabende Autor demnach 300 Francs - heute umgerechnet etwa 1000 Euro. Die Rezension erschien auf der Titelseite der Tageszeitung "Le Figaro". Mehr als doppelt so viel, 660 Francs, zahlte der Schriftsteller für eine begeisterte Kritik seines Romans auf der Titelseite des "Journal des Débats". Er lieferte selber RezensionsentwürfeProust schrieb in dem Rezensions-Entwurf an seinen Verlagsleiter Louis Brun, das Buch sei "ein kleines Meisterwerk" und der Schreibstil "fast zu leuchtend für das Auge". Bei dem Roman-Exemplar handelt es sich um eines von nur fünf Ausgaben, die auf edlem Japanpapier gedruckt wurden.
Source: Der Tagesspiegel September 29, 2017 11:37 UTC