Der Vorstandsvorsitzende des Halbleiterkonzerns Broadcom hat mittlerweile einen amerikanischen Pass und ist einer der reichsten Immigranten in den Vereinigten Staaten. Nur ein paar Tage nach diesem öffentlichkeitswirksam inszenierten Termin wurde klar, dass Tan gute Gründe hatte, sich bei Trump einzuschmeicheln. Tan wagte die größte Übernahme aller Zeiten in der Technologiebranche, mit der er einen neuen Giganten in der 420 Milliarden Dollar schweren Halbleiterindustrie geschmiedet hätte. Und vielleicht dachte er sich, im Zeitalter von Trumps „America First“-Philosophie könnte er mit dem Umzugsversprechen etwaigen politischen Widerstand umgehen. Denn die amerikanische Regierung sieht die Halbleiterindustrie zunehmend als sensibles Gebiet an und hat hier mehrere Fusionsvorhaben vereitelt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung March 13, 2018 19:20 UTC