Das Bundeskabinett soll dann den zweiten Nachtragshaushalt beschließen, um so das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket zu finanzieren. Im März hatte die Koalition mit dem ersten Nachtragshaushalt Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro beschlossen, ein Rekord. Insgesamt würde der Bund in diesem Jahr mit mehr als 210 Milliarden Euro ins Defizit gehen, hieß es in Regierungskreisen. Von diesen 100 Milliarden Euro will der Bund ab 2023 jährlich fünf Milliarden Euro tilgen. Im Konjunkturpaket sind gleichfalls langfristige Ausgaben für die kommenden Jahre vorgesehen, etwa zwei Milliarden Euro für den digitalen Ausbau der Schulen, weitere zwei Milliarden Euro für Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) oder sieben Milliarden Euro für die Wasserstofftechnologie.
Source: Handelsblatt June 14, 2020 17:15 UTC