Norbert Röttgen steht lange vier Minuten auf dem niedrigen Podium der Bundespressekonferenz und versucht, für die Fotografen ein freundliches Gesicht zu machen. Erst um Punkt elf Uhr an diesem Dienstagvormittag wird der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag und frühere Bundesumweltminister offiziell begrüßt. An gleicher Stelle hatte sich seinerzeit, am letzten Oktobertag 2018, Friedrich Merz um den Chefposten der Partei beworben. Jetzt, da mit Röttgen wieder ein Nordrhein-Westfale seine Bewerbung erklärt, bleiben dagegen zwei Drittel der Plätze leer. Er wirft mit seiner offiziellen Kandidatur ein Schlaglicht auf den bisherigen Kandidatenfindungsprozess der CDU.
Source: Die Welt February 18, 2020 15:33 UTC